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Die Wochen vor meinem Rückflug nach Deutschland vergingen wie im Flug, was auch daran lag, dass es viel zu tun gab.

Mit unseren 8ern arbeiteten Marius und ich weiter an ihren Präsentationen für die DSD1 Prüfung, unsere Geigenschüler mussten Lisa und ich auf das Weihnachtskonzert vorbereiten und wenn ich Freizeit hatte, spielte ich entweder Fußball oder Volleyball, lernte Arabisch oder feierte mit den anderen. 

Zwei Tage vor meinem Abflug war es dann so weit. Denn an diesem Tag sollte das Konzert stattfinden. Trotz großem Durcheinander, unaufmerksamen Schülern und städigem Hin- und Hergelaufe anderer Schüler schafften wir es das Konzert gut hinter uns zu bekommen und ich glaube den meisten Schülern hat es auch viel Spaß gemacht.

Am 19.12. ging es dann zusammen mit Hendrik, einem Volontär aus meiner alten WG, Richtung Heimat, wo ich bis zum 10. Januar bleiben werde. Am Montag den 11. geht nämlich wieder die Schule los...

3.1.10 14:47


Irgendwie war alles wie immer, als ich am mich am Donnerstagabend mit Halel und ein paar anderen aus dem Orchester traf, erst im Laufe des Abends merkte ich, dass sich einiges verändert hatte. Zum einen hatte Halel gemerkt, dass sie ganz gut englisch kann. Letztes Jahr hatte sie sich nie getraut mit mir englisch zu reden, was meinem hebräisch natürlich gut getan hatte. Außerdem hatte sie sich seit mir uns zuletzt gesehen haben mit ihrer besten Freundin zerstritten, was schade ist, da ich Shiri auch gern wiedergesehen hätte.

Trotzdem war der Abend sehr schön und ich hoffe, dass ich im Laufe des Jahres noch öfter Zeit haben werde nach Tel Aviv zu fahren.


Den Rest des Wochenendes haben wir hauptsächlich in der WG verbracht, sind in die Disco gegangen und haben Suha und Meike in ihrer Einrichtung besucht. Sie arbeiten bei Abrahams Herberge, einem Begegnungszentrum und kümmern sich um die Gäste und um Jugendliche. Anders als bei uns hier gibt es dort sehr strenge Regeln (wir wurden um 22 Uhr unhöflich aufgefordert zu gehen) und wir haben im Nachhinein erfahren, dass es nicht erwünscht ist, dass Marius und ich überhaupt dort auftauchen.


Von Donnerstag bis diesen Montag hatten wir kurze Ferien, wegen eines muslimischen Feiertages. Diese Tage nutzten wir zum Aufräumen und zum Verreisen. Donnerstag haben wir einen Hausputz gemacht und das Wohnzimmer umgestellt. Freitag habe ich zuerst mit Merphie in einer Suppenküche in Jerusalem geholfen zu der Menschen kommen, die es sich nicht leisten können ihr Essen selbst zu kaufen. Die meisten waren ältere Menschen, die aus Russland eingewandert waren und viele von ihnen sprachen deutsch. Am Abend habe ich bei Orions zu Abend gegessen. Es war schön sie wiederzusehen und an einem Shabbatessen teilzunehmen. Samstag waren wir Volontäre in Jerusalem beim Weihnachtsmarkt, was ganz interessant war, aber Weinachtsstimmung kam bei 25 Grad und Sonne irgendwie nicht auf. Sonntagmorgen ging es dann, nachdem wir mit den Volontären der Erlöserkirche ausgiebig gefeiert hatten, nach Eilat. Es war schon ein komisches Gefühl am 1. Advent im Meer zu schwimmen, aber es gibt Schlimmeres. Denn gesamten Montag verbrachten wir dann damit am Strand zu liegen und durch Fischschwärme durchzuschnorcheln.


Mittwoch war hier dann einiges los an der Schule. Es wurde nämlich die Solaranlage auf unserem Dach eingeweiht, die ab jetzt die Schule mit heißem Wasser versorgen wird und mit der auch die Heizung betrieben werden wird. Zu diesem Anlass waren nicht nur mehrere wichtige Menschen aus Deutschland und Israel angereist, sondern die ganze High Society aus Bethlehem und Beit Jala. Auch der Bischof von Palästina und Jordanien war angereist, sowie die Tourismusministerin Palästinas. Mahmut Abbas war leider nicht da, er hatte einen Tag vorher abgesagt...

2.12.09 22:46


Der Tag am Toten Meer war wie erwartet genial. Wir sind Sonntag früh morgens los gefahren, um möglichst viel von der Sonne zu haben und schon als wir an dem Hotel ankamen, waren wir begeistert. Es gab dort Indoor- und Outdoorpools (Salzwasser und Süßwasser), Whirlpools, eine Sauna und man konnte natürlich auch ins Tote Meer selbst oder sich ganz einfach an den Strand legen und entspannen. Da wir genug Zeit hatten, konnten wir alles einmal ausprobieren. Unterbrochen wurden wir nur von einem Vier-Sterne-Menü, dass uns im Hotel serviert wurde.


Am Tag danach ging dann der Schulalltag wieder los. Marius und ich fangen jetzt schon an mit unseren 8ern für eine wichtige Prüfung im März zu lernen. Die Schüler haben sich echt interessante oder lustige Themen ausgesucht wie „Von der Dampflok zum ICE“, „Die Simpsons und meine Familie im Vergleich“, „Das west-östliche Divan-Orchester“ oder „Ariel – Das beste Waschpulver Deutschlands“.


Beim Geigen machen unsere Schüler langsam Fortschritte und Lisa und ich üben seit dieser Woche mit ihnen Weihnachtslieder für ein Vorspiel im Dezember.


Beim Fußball komme ich immer besser in das Team hinein, auch wenn mein Arabisch nach wie vor nicht reicht um eine vernünftige Unterhaltung zu führen, aber das wäre auch überraschend nach anderthalb Monaten. Freitag hatten wir ein Derby gegen Al Chader, den Nachbarort, was ich wie immer erst am Freitagmorgen erfahren habe (ich bekomme meistens am selben Tag einen Anruf, dass in ein paar Stunden Training/Spiel ist). Wir haben relativ gut gespielt, aber leider trotzdem verloren. Ich habe zum ersten Mal komplett durchgespielt und war am Ende total fertig, was meiner Meinung nach auch daran liegt, dass wir uns hier in 1000m Höhe befinden.


Am Morgen vor dem Spiel habe ich zum ersten Mal seit ich wieder hier bin etwas mit Noam aus meinem Frisbeeteam gemacht, dem ich auch unsere Schule gezeigt habe. Am nächsten Tag hat er mich dann nach Tel Aviv mitgenommen, wo ein Frisbeeturnier stattfand. Zu dem Turnier sind zwischen 40 und 50 Leute gekommen, wir wurden in vier Teams aufgeteilt und dann wurde gespielt. Es hat großen Spaß gemacht mal wieder Frisbee zu spielen und am Ende hat unser Team sogar gewonnen.

Normalerweise habe ich samstags Schule, aber dieses Mal ist es ausgefallen, weil die Palästinenser ihren „Unabhängigkeitstag“ gefeiert haben. Unabhängigkeit ist natürlich insofern Blödsinn, dass Palästina immer noch besetzt ist und keineswegs unabhängig, aber Herr Dürr unser Schulleiter erklärte es am Montagmorgen in der Andacht so, dass die Hoffnung auf Unabhängigkeit gefeiert würde und dieses auch niemals erlöschen dürfe.


Diese Woche werde ich wahrscheinlich wieder nach Tal Aviv fahren, um mich mit Halel und Shiri aus meinem Orchester zu treffen und vielleicht klappt es am Freitag auch mal, dass ich die Orions besuchen kann...

17.11.09 09:07


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