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Juli

Dies ist mein letzter Eintrag aus dem schönen Beit Jala, denn nächste Woche werde ich in die Heimat zurückkehren.

Die letzten Wochen des Schuljahres hatte ich noch einmal richtig viel zu tun. Einmal hatten Lisa und ich unser Abschlusskonzert mit unseren Geigenschülern, Marius und ich ein Grillen mit den 8ern und wir haben für alle Schüler eine Schools-out-Party organisiert. Außerdem kamen meine Eltern mich besuchen, die 12er feierten ihren Abschluss und Herr Dr. Dürr seinen Abschied.

Das Konzert unserer Schüler war sehr schön, die Schüler waren gut vorbereitet und waren auch ganz stolz zeigen zu können, was sie in diesem Jahr gelernt hatten. Besonders die „Großen“, mit denen ich den ersten Satz der Kleinen Nachtmusik aufführte, haben einen Ausblick darauf gegeben, wie sich der Musikunterricht in den nächsten Jahren entwickeln kann. Mit ihnen hatte ich noch zwei Auftritte, bei Dr. Dürrs Verabschiedung und bei einem Konzert in der Musikschule.

Das Grillen zu dem Marius und ich unsere Klasse eingeladen hatten, war auch ein voller Erfolg. Außer zwei Schülern kamen alle und auch die Lehrer schauten für kurze Zeit vorbei. Wie hier so üblich wurde nicht nur gegessen, sondern auch getanzt. Zum Abschied bekam dann noch jeder Schüler von uns eine Tafel Schokolade und einen kurzen Brief.

Am letzten Schultag war unsere Schools-out-Party, zu der trotz kräftiger Werbung leider nicht so viele Schüler kamen, wie wir erhofft hatten. Die Feier fand in der einzigen Disco in Beit Jala statt, deren Mitbesitzer wir kennen. Auch wenn nicht so viele Schüler kamen, hatten doch diejenigen, die da waren, sehr viel Spaß und das ist die Hauptsache.

Der Besuch meiner Eltern war auch sehr schön. Da sie schon oft hier waren, mussten wir nicht das Standart-Touristenprogramm machen, sondern ich konnte ihnen meine WG zeigen, meinen Sportverein, ein paar Städte in Palästina und meine Geigenschüler und die 8.Klasse. Außerdem konnten wir über Beziehungen Karten für die Oper Nebuko von Verdi bekommen, die im Freien vor Mesada aufgeführt wurde.

Seitdem das Schuljahr vorbei ist, ist es sehr ruhig geworden, zu ruhig für meinen Geschmack. Abwechslung gab es dann durch einen Musikworkshop einer Musikschule in Ramallah, der mit seinen 100 Schülern und 20 Lehrern Leben in die ausgestorbene Schule brachte.

Vor ein paar Tagen fand hier ein Konzert des Sounding Jerusalem Festivals statt. Sounding Jerusalem ist ein alljährlich stattfindendes Festival, bei dem Musiker aus Europa kostenfreie Konzerte an besonderen Orten rund um Jerusalem geben. Bei diesem Konzert spielten nicht nur die Profis, sondern auch Lisa, Dalia (eine Schülerin aus Beit Jala) und ich mit. Das Programm war sehr bunt-gemischt:  Bach, Mendelssohn, Mozart, aber auch arabische und armenische Tänze wurden gespielt.

Die letzten Tage nutze ich dazu mich von allen zu verabschieden, was ich aber leider nicht ganz schaffen werde. Bis demnächst!

12.7.10 21:20


Dieses Mal habe ich ein wenig länger als einen Monat gewartet, aber ich hatte einfach keine Zeit. Andauernd war etwas los. Neben der Schule, die zum Ende hin immer mehr Zeit in Anspruch nimmt, mache ich bei verschiedenen Projekten mit.

Eins davon ist das „Obamabuch“. Mit ein paar Schülern versuchen wir Volontäre in jede Schule in der Westbank zu gehen. Dort erklären wir den Schülern, was wir mit diesem Buch bezwecken wollen und zwar möglichst viele Schüler zu finden, die einerseits in Frieden mit den Israelis leben wollen und andererseits Obama bitten sich mehr um die Palästinenser zu kümmern. Falls die Schüler damit einverstanden sind machen wir ein Foto von ihnen, welches dann zusammen mit ihrer Unterschrift in dieses Buch kommt. Wenn wir bei allen Schulen waren, wird das Buch Obama übergeben werden. In den meisten Klassen in denen ich dabei war, haben sich die meisten Schüler bereiterklärt mitzumachen und wir haben schon eine Menge Fotos zusammen.

Mitte letzten Monats war ich mal wieder bei einem Konzert in Tel Aviv von meinem ehemaligen Orchester. Neben einem ausgefallenen Programm (es waren Stücke für Orchester und Harfe, Gitarre oder zwei Trompeten dabei), gab auch eine kleine Auswahl des Chores zwei Stücke zum besten.

Zwei Wochen später besuchten wir Volontäre ein Seminar in Haifa mit dem Thema: „Monotheistische Religionen in Israel- Verbindendes und Trennendes“. Bei diesem Seminar nahmen erstmals auch Israelis teil, was das Ganze noch ein wenig interessanter machte,besonders durch die Fragen, die sie an die katholische Schwester, den muslimischen Sheikh oder den reformierten Rabbi stellten.

Ein weiteres Projekt, bei dem ich mitwirke, ist eine Konzertreihe des Schulchores der Schmidtschule. Diese Mädchenschule ist wie Talitha Kumi eine deutsche Auslandsschule und Clemens, ein Volontär, leitet dort einen Chor, den wir Volontäre an verschiedenen Instrumenten begleiten. Der Chor singt deutsche, englische und arabische Lieder, von „Mein kleiner grüner Kaktus“ über „Biladi“ bis zu „Lose yourself“ von Eminem. Mit dem Chor haben wir bisher ein Konzert in Jerusalem, eins im Flüchtlingscamp in Bethlehem und zwei Konzerte in Ramallah gegeben und planen gerade ein letztes Konzert in Talitha. Über eins dieser Konzerte erschien sogar ein Artikel in der Süddeutschen. Auf der Seite der Schmidtschule gibt es diesen Artikel zu lesen und noch weitere Informationen zu diesem Projekt.

http://schmidtschule.de/2010/05/konzert-im-aida-fluchtlingslager-bei-bethlehem/

Viel Spaß beim Lesen!

21.5.10 22:32


Ende März durfte ich, wie letztes Jahr, an einem Pessahdinner teilnehmen. Dieses Mal war ich bei der Großmutter von Yuval eingeladen, wo sich ca. 20 Orions versammelt hatten. Wie an diesem Tag üblich wurde die Geschichte der Flucht aus Ägypten vorgelesen, viele Lieder gesungen und natürlich unmengen gegessen und getrunken. Nach drei Gläsern Wein traute ich mich auch aus der Hagada vorzulesen und es hat sogar ganz gut geklappt.

Nachdem unsere 8er jetzt ihre große Prüfung hinter sich haben, machen wir jetzt mit ihnen Dinge, die ihnen mehr Spaß machen. In der Woche nach der Prüfung habe ich den Film „Pünktchen und Anton“ mitgebracht und mit ihnen geschaut. Im Moment hat jeder von ihnen ein Buch bekommen, das er/sie lesen muss, wie zum Beispiel „Rennschwein Rudi Rüssel“ oder „Brüder Löwenherz“.

In der Woche vor Ostern waren wir auf einem Geburtstag einer Schülerin eingeladen und es war ganz lustig die ganzen Schüler mal außerhalb der Schule und ohne Schuluniform zu sehen.

Am Ostersonntag waren Lisa, Marius und ich im Gottesdienst in der Himmelfahrtskirche in Jerusalem, der im ZDF ausgestrahlt wurde und in dem unserer Chor sang. Am gleichen Tag kam auch Caroline mit ihrer Freundin Martina an. Obwohl die zwei nur eine knappe Woche bei uns waren, sind sie trotzdem ganz schön rumgekommen. Sie waren in Jerusalem, Bethlehem, Tel Aviv, Nablus, Ramallah, am Toten Meer, am Mittelmeer und natürlich auch mal im Unterricht mit dabei. Dummerweise hatte ich mir kurz bevor sie gekommen sind den Fuß umgeknickt und konnte sie nicht überall hinbegleiten und wenn nur mit Krücken. Ich glaube die Zeit hier hat ihnen trotzdem Spaß gemacht, mir auf jeden Fall.

12.4.10 11:22


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